56 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 13 des Wirtschaftsgymnasiums der Kaufmännischen Schulen Rheine und fünf Europaassistenten der Berufsschule reisten im Rahmen einer Fahrt zur politischen Bildung für 3 Tage in die Hauptstadt der Europäischen Union nach Brüssel. Wie auch schon im letzten Jahr war ein Highlight des Aufenthalts das Treffen mit dem politischen Vertreter der Partei Bündnis90 / Die Grünen, Daniel Freund, der den Schülerinnen und Schülern die Bedeutung der EU in einem Gespräch über die Herausforderungen innerhalb des Parlamentes verdeutlichte.

Dabei ging es insbesondere um das Abstimmungsverhalten der Partei bezogen auf das Mercosur-Abkommen, das sogenannte Verbrenner-Aus, die Frage nach der Zukunft Europas im Bereich der Energiegewinnung, aber auch persönliche Sorgen der Schülerinnen und Schüler wie die angedachte Wehrpflicht wurden thematisiert und von Freund detailreich beantwortet.

Auch wenn es nicht einfach ist, das Zusammenleben von 458 Millionen Menschen zu organisieren, kann man festhalten, dass sich das Projekt „Europäische Union“ trotz der vielen Mühen für alle Beteiligten lohnt. Dieser grundlegenden Erkenntnis stimmten die Gäste aus Rheine eindeutig zu.

Bei einem Vortrag bei der Europäischen Kommission wurde den Schülerinnen und Schülern deutlich, wie Gesetzesvorschläge für die EU entstehen und umgesetzt werden und wie sich die Zusammenarbeit der einzelnen EU-Staaten im Alltag gestaltet. Hier wurde offensichtlich, dass Themen wie Migration und Aufrüstung nicht nur in Deutschland die Debatten dominieren, sondern in Brüssel ebenfalls im Vordergrund stehen.

Eine Führung durch das Haus der Europäischen Geschichte rückte das Zusammenwachsen der Europäischen Union und die frühe Geschichte bis hin in die 70er und 80er Jahre in den Mittelpunkt. Viele interessante Exponate wurden durch die routinierten Begleiterinnen und Begleiter des Museums anschaulich in ihrem historischen Kontext erläutert.

Zwischen den vielen Besuchsterminen erkundeten die Schülerinnen und Schüler die Stadt Brüssel, genossen die internationalen Speisenangebote im Wolf Street Market und bewunderten die beleuchteten Fassaden des Grand Place.
Die Fahrt nach Brüssel, die die letzte gemeinsame Stufenfahrt der G13 an den Kaufmännischen Schulen ist, schweißte die Schülerinnen und Schüler so kurz vor dem Abitur noch einmal enger zusammen und wird ihnen sicher nachhaltig im Gedächtnis bleiben.

Besuch in Brüssel: Die Schülerinnen und Schüler der Kaufmännischen Schulen informierten sich über die Europäische Union und erkundeten zwischen den Besuchsterminen die Stadt.