Dass das Thema KI für Schülerinnen und Schüler im Alltag gegenwärtig ist, erscheint offensichtlich, denn die digitalen Helfer sind bei ihnen genauso präsent wie bei den meisten Erwachsenen und insbesondere im späteren Berufsleben von hoher Relevanz. Doch wie bereiten sich staatliche Institutionen auf die damit verbundenen Herausforderungen am besten vor? Welche Antworten haben Politik und Verwaltung auf drängende Fragen wie den massiven Energieverbrauch künstlicher Intelligenz oder die Verlässlichkeit von Informationen? Mit diesen Fragestellungen zu Chancen und Risiken der Nutzung Künstlicher Intelligenz setzten sich die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 des Wirtschaftsgymnasiums der Kaufmännischen Schulen an einem Europa-Projekttag, initiiert von Lehrer Benjamin Hagemann, wie auch schon im letzten Jahr auseinander.
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Andree Hachmann, Dr. Peter Lüttmann, Anja Karliczek, Andreas Neumann, Simone Berkmann und Mareike Hermeier (v. li) diskutierten mit den Schülerinnen und Schülern der G 12 über Chancen und Risiken von KI.
n Kooperation mit dem externen Anbieter EUROSOC#DIGITAL, dessen zwei Moderatoren Holger Haberstock und Laszlo Kovats durch den eng getakteten Vormittag führten, lernten die Schülerinnen und Schüler dieses Mal jedoch nicht nur Potential und Risiken der sich rasant entwickelnden Technologie kennen, sondern hatten im Anschluss auch Gelegenheit, ihre Arbeitsergebnisse, Lösungsvorschläge und Fragen an Vertreter aus Politik und Verwaltung zu richten, die zu dieser Veranstaltung in guter Besetzung erschienen waren. Neben lokalen Vertretern wie Rheines Bürgermeister Peter Lüttmann, dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Andree Hachmann, der CDU-Kreistagsabgeordneten Simone Berkmann sowie dem Fraktionsvorsitzenden des Kreistags von Bündnis 90/Die Grünen Andreas Neumann stellten sich auch die beiden Mitglieder des Bundestages Anja Karliczek (CDU) und ihre Kollegin Mareike Hermeier (Die Linke) den Fragen der Schülerinnen und Schüler. Dabei zeigte sich, dass unter den politischen Vertreterinnen und Vertretern klarer Konsens herrschte bezüglich der Chancen bei der Nutzung und Entwicklung von KI, sie aber dennoch in Teilen einen durchaus kritischen Blick für die damit verbundenen Probleme wie den Wasser- und Energieverbrauch besaßen. Auch war man sich einig, dass Europa beim Thema KI seinen eigenen Weg finden muss, um nicht in einem weiteren Bereich in Abhängigkeiten zu geraten, deren Problematik dieser Tage in vielerlei Hinsicht deutlich wird. Weiterhin wurden insbesondere Themen wie Datenschutz, Schutz vor der Verletzung von Persönlichkeitsrechten, aber auch ethische Fragen angesprochen.
Auch wenn die politischen Vertreterinnen und Vertreter verständlicherweise nicht auf alle Zukunftsfragen eine Antwort parat hatten, waren die Schülerinnen und Schüler äußerst zufrieden mit dem Besuch. Das große Interesse der Schülerinnen und Schüler, auf Augenhöhe mit politischen Vertreterinnen und Vertretern sprechen zu können, zeigte sich nicht zuletzt an der gewissenhaften Konzentration, mit der sie an diesem Vormittag arbeiteten.






