Konsumverhalten, Einkaufsgewohnheiten und der bewusste Umgang mit Ressourcen standen im Mittelpunkt des diesjährigen Nachhaltigkeitsprojekts der Kaufmännischen Schulen Rheine (KFM) und des „Etty Hillesum Lyceum Het Stormink“ aus Deventer.

Die Kooperation wurde bereits im Jahr 2020 von den KFM-Lehrern Thomas Wienkamp und Benjamin Hagemann zusammen mit ihrem niederländischen Kollegen Alex Pouw ins Leben gerufen. Seitdem haben sie es sich auf die Fahnen geschrieben, Schülerinnen und Schüler für das Thema Nachhaltigkeit zu sensibilisieren. Doch darum geht es nicht allein: „Mit dem Schüleraustausch können wir die Europaschule lebendig werden lassen“, erläutert Projektinitiator Thomas Wienkamp. „In Zeiten, in denen europakritische Stimmen lauter werden, halten wir es für besonders wichtig, junge Menschen zusammenzubringen und Europa im direkten Austausch erlebbar zu machen.“

Neu in diesem Jahr: Das Projekt wurde erstmalig durch das Interreg-Programm Deutschland-Niederlande und dessen Programmpartner ermöglicht und von der Europäischen Union (EU) kofinanziert.

26 Schülerinnen und Schüler aus der Jahrgangsstufe 11 des Wirtschaftsgymnasiums empfingen 22 niederländische Gäste in Rheine. Im Gegenzug besuchten die deutschen Jugendlichen die Partnerschule in Deventer und setzten dort die gemeinsame Projektarbeit fort.

Im Fach Wirtschaftsgeographie hatte KFM-Lehrerin Annika Heidenreich den fünftägigen Austausch vorbereitet und vorab erste Kenntnisse in Sachen Nachhaltigkeit vermittelt. Beim Aufeinandertreffen beider Gruppen stand dann die praktische Arbeit im Vordergrund: Gemeinsam beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit den Auswirkungen sogenannter „Fast Fashion“ sowie mit nachhaltigen Alternativen für den Alltag.

Für Einblicke in zukunftsweisende Wege der Energiegewinnung sorgte ein Besuch der Saerbecker Energiewelten. Laut KFM-Lehrer Wienkamp ein fester Bestandteil des Programms: „Nachhaltiger Energieverbrauch ist die zentrale Stellschraube im Kampf gegen den Klimawandel.“ Eine Betriebsbesichtigung bei der S⁠A⁠E⁠R⁠T⁠E⁠X GmbH in Saerbeck ermöglichte es den Jugendlichen zudem, nachhaltiges Wirtschaften im echten Unternehmensalltag kennenzulernen.

Da Englisch während des gesamten Projektes als gemeinsame Sprache diente, profitierten die Jugendlichen gleich doppelt: „Die englischsprachige Arbeit bereitet die Teilnehmenden gut auf das Berufsleben vor“, so Wienkamp. Im kommenden Jahr wird das Projekt in die nächste Runde gehen. Wienkamp betont: „Die ersten Planungen laufen schon.“