Davon träumt jeder Autobauer: Das neue Modell trifft den Kundengeschmack und fährt mit Vollgas in Richtung Spitzenplatz der aktuellen Verkaufslisten. Das sorgt für ungebremste Freude bei den Konzern-Lenkern. So ähnlich dürften sich auch Kira Leugers, Alanah Steuter und Anja Meyer gefühlt haben, als zum Ende des vergangenen Schuljahres die Anmeldezahlen für den neuen Bildungsgang „Automobilkaufleute“ an den Kaufmännischen Schulen die Ziellinie passierten. „Mit einer Klasse hatten wir ja gerechnet“, freut sich Leugers immer noch. „Aber mit 32 neuen Schülerinnen und Schüler sind es dann auf Anhieb zwei Klassen geworden.“ Und das bedeutete gleich zu Beginn des Schuljahres 2025/26: Vollgas.
Hohe Drehzahlen erreichten die Kolleginnen aber schon bei der Einrichtung des neuen Bildungsganges. Sie sprachen mit der Kreis Handwerkerschaft, informierten sich beim Kollegium des Carl-Severing-Berufskollegs in Bielefeld über Unterrichtsinhalte und Prüfungsverfahren. Schließlich schrieben sie anschließend rund 200 Betriebe an, um das neueste Modell der Kaufmännischen Schulen „zu bewerben“. Dass es so schnell in die Gänge kommen würde, freut das Organisations-Trio. „Wir haben so zusagen die Ausbildung der Automobil-Kaufleute wieder in den Kreis Steinfurt geholt“, sagt Alanah Steuter. Vorher waren die Schulstandorte in Osnabrück, Lingen oder Münster. Vor allem für die Auszubildenden der Steinfurter Betriebe entfällt nun die Fahrt in die Ferne. Und noch eines freut die Lehrerinnen: „Die Hälfte der Auszubildenden sind Frauen.“

„Wir danken den Unternehmen für ihr Vertrauen und werden uns sehr bemühen, es mit einer guten Ausbildung zu rechtfertigen“, sagt Anja Meyer. Daher wartet der Bildungsgang neben der Serienausstattung auch mit einigen „Extras“ auf. „Wir bieten unseren Schülerinnen und Schülern interessante Praktika im Ausland, damit sie international geprägte Erfahrungen in ihrem künftigen Beruf sammeln und ihre sprachlichen und sozialen Kompetenzen erweitern können“, verdeutlicht Bildungsgangleiterin Leugers einen Pluspunkt auf der Ausstattungsliste. Dabei kommen den angehenden Kaufleuten die Erfahrung und die Kontakte der Kaufmännischen Schulen als zertifizierte Europaschule natürlich zugute. Eine weitere Sonderausstattung: Im Rahmen des Fremdsprachen-Unterrichts kann das KMK-Zertifikat miterworben werden. Gibt’s ohne Aufpreis.

Auf der dreijährigen Fahrt in Richtung Abschlussprüfung stehen auch Betriebs-Besichtigungen im Navi des Bildungsganges. Es geht dabei natürlich um das Fachsimpeln mit gestandenen Kolleginnen und Kollegen, vor allem aber sollen die Gespräche mit den Experten auch Anknüpfungspunkte für handlungsorientierte Lernsituationen im Unterricht generieren. Ein anderes Ziel: Events wie die Motor-Show in Essen passen gut in den Fahrplan der Schule. Und lassen die Herzen der künftigen Kaufleute sicher höherschlagen.

Die Schule an der Lindenstraße direkt gegenüber vom Bahnhof Rheine legt außerdem Wert auf eine umfassende personelle Garantie, so dass ein enger Kreis von Kolleginnen und Kollegen die Klassen bis zum Abschluss begleitet. Auf einen Wechsel setzt die Schule aber zum Beispiel bei der Vermittlung von Kernprozessen in der Automobil-Wirtschaft. „Hier unterrichten wir in Teilfächern, damit nicht nur eine Lehrperson an den zwei Berufsschultagen mit sechs und acht Stunden dort eingesetzt ist“, so Steuter.

Im Auto wie in der Schule spielt die Digitalisierung eine große Rolle. Tablets und andere digitale Endgeräte bieten viele Möglichkeiten den Unterricht abwechslungsreich und praxisnah zu gestalten. Allerdings ist den Kaufmännischen Schulen bewusst, dass nicht alle Schülerinnen und Schüler über die finanziellen Möglichkeiten verfügen, eigene Geräte anzuschaffen. Daher bieten sie die kostenlose Ausleihe von schuleigenen Ipads an, damit alle im selben Tempo fahren können und keiner auf dem Standsteifen liegen bleibt.

Wer im kommenden Schuljahr einsteigen und das Ziel „Automobilkauffrau oder -mann“ in sein persönliches Navi einprogrammieren möchte, der kann sich schon jetzt anmelden unter schulbewerbung.de . Informationen erteilen die Kaufmännischen Schulen unter Telefon 05971/92080 oder unter der E-Mail: sekretariat@kfmschulen.de .